Pläne sind da, um geändert zu werden
Am 8. März endete die 10. Ausgabe der Fischer Transalp. Sechs auserwählte Teilnehmer aus sechs Nationen machten sich gemeinsam mit zwei Bergführern und dem Fischer Team auf den Weg, um die Südalpen in sechs Tagen zu überqueren.
Rund 800 Skitourenbegeisterte aus aller Welt bewarben sich für die Fischer Transalp 2020. Um die Sicherheit am Berg zu gewährleisten, wurden letztendlich nur sechs Teilnehmer ausgewählt: Kaja Brodtkorb (NOR), Ulrich Sperling (GER), Pascal Waser (SUI), Franziska Kofler (ITA), Angelika Zeilinger (AUT) und Sergey Turikov (RUS). Sie alle machten sich am 2. März auf den Weg ins Fischer-Headquarter nach Ried im Innkreis. Im Herzen der Skiproduktion von Fischer erlebten sie hautnah, wie die Skitourenausrüstung entwickelt wird. Von dort ging es weiter nach Sella Nevea – dem Ausgangspunkt der Tour.
Anders als geplant
Unklare bis schlechte Wetterverhältnisse an den ersten vier Tagen, zwangen die Crew, auf alternative Routen auszuweichen. Das bedeutete allerdings nicht, dass die Touren weniger abenteuerlich waren. Aber beim Aufstieg auf den Sompdogna bzw. den Straniger Kopf wurden die Teilnehmer mit strahlendem Sonnenschein belohnt und perfekte Skitouren-Verhältnisse brachten sie zum Strahlen.
Eine besondere Überraschung
Am Ende des vierten Tages, nach ihrer Skitour von St.Lorenzen im Lesachtal bis Samalm mit anschließender Abfahrt nach Tuffbad, wurden die Teilnehmer von einem außergewöhnlichem Gast überrascht: Simon Gietl, der bekannte Alpinist aus Südtirol, erzählte der Crew von seinen spannenden und beeindruckenden Expeditionen.
Ein perfekter Tag
Sonne, Pulverschnee, perfektes Material und ein bestens gelauntes Team – so kann man die ideale Fischer Transalp Etappe beschreiben. Und genau diese Kriterien erfüllte auch Tag fünf, allerdings mit einem weiteren Highlight: Simon Gietl begleitete die Tour und bereicherte so die Gruppe. Zwar musste das geplante Tagesziel aufgrund von Triebschnee und Steilheit geändert werden, aber dafür führte die Route nach Filmorsattel. Was sie dort erwartete, lässt jedes Skitouren-Herz höher schlagen: Rund 800 Höhenmeter unverspurtes „weißes Gold“ genossen die Teilnehmer bei der Abfahrt nach Kartitsch.
Ein feierlicher Abschluss
100 Prozent Sonne und jede Menge Pulverschnee wurden für den letzten Tag des 10. Fischer Transalp vorausgesagt. Gestartet wurde im Hollbruckertal, rund 1300 Höhenmeter ging es von dort bergauf zum Hochgräntenjoch. Über einen schmalen Grat und nach leichter Kletterei ging es am Ende ohne Ski auf die Hollbrucker Spitze (2573 m). Um die ideale Abfahrt genießen zu können, entschied sich die Crew, den perfekten Schnee im Aufstiegsareal zu nutzen. Im Tal und damit auch am Ende der Fischer Transalp 2020 angekommen, fielen sich die Teilnehmer mit großem Jubel und Freude in die Arme. Eine aufregende Woche lag hinter ihnen, mit glücklichen Wendungen hinsichtlich der Wetterverhältnisse, einzigartiger Stimmung und unvergesslichen Erlebnisse. Die Fischer Transalp 2020 war ein Abenteuer, das sie wohl nie vergessen werden.
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