
Tiere im Blick: 5 Ausflugstipps in heimischen Naturschutzgebieten
Foto: Photo by Niklas Tidbury on Unsplash
Österreichs Tierwelt ist einzigartig. Vom Schilfgürtel des Neusiedler Sees bis in die höchsten Gipfel der Hohen Tauern gibt es viele schöne Orte, an denen man – den nötigen Respekt und Sicherheitsabstand vorausgesetzt – Wildtieren noch in ihren natürlichen Habitaten begegnen kann. Wir haben fünf Inspirationen für Ausflugsziele für euch zusammengestellt, auf denen ihr gemeinsam mit der ganzen Familie Storch, Steinbock & Co beobachten könnt.
1. Nationalpark Donau-Auen

Nur einen Katzensprung von der Bundeshauptstadt entfernt erstreckt sich im Osten von Wien mit dem Nationalpark Donau-Auen eine weitgehend intakte Flussauenlandschaft. Hier lässt sich eine Wanderung zwischen Orchideen-Wiesen und wildromantischen Auwäldern mit einem sommerlichen Bad an einer der idyllischen Schotterbuchten verbinden.
Gleichzeitig kann man einen Blick auf Grau- und Silberreiher, Zwergtaucher oder Teichhühner erhaschen. Rothirsche verteidigen hier in der Brunftzeit ab Ende August mit lautem Röhren ihr Revier. Sogar schwimmende Wildschweine wurden in den Donau-Auen bereits gesichtet. Am ufernahen Wasser sind oft Bieber auszumachen, die mit ihrer mächtigen Kelle auf das Wasser klatschen. Um sie zu beobachten, bietet sich eine der geführten Boots- oder Kanutouren durch die Donau-Auen an.

Donau-Auen: Eine Kanufahrt in die sanfte Wildnis
2. Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel

Das seit 1993 unter Naturschutz stehende Gebiet Neusiedler See-Seewinkel ist vor allem als Vogelparadies bekannt. Hier sagen sich Graugänse, Seeschwalben und Wiesenlimikolen Guten Tag; Wachteln, Reiher, Kormorane, Störche und Möwen „zwitschern“ sich zu. Es verwundert daher nicht, dass das Seewinkelgebiet ein beliebtes Ziel für Ornithologen aus aller Welt ist.
Auf einer Wanderung rund um die „Lange Lacke“, dem größten von über 40 salzhaltigen Gewässern, die sich im Nationalpark befinden, kommen auch Hobbyornithologen auf ihre Kosten. Eigens errichtete Aussichtstürme erleichtern die Beobachtung der Tiere. Dafür darf man sich keinesfalls abseits der Wege bewegen. Im Schilf und im hohen Gras brüten viele der Vögel – sie dürfen nicht gestört werden. Der Nationalpark bietet auch geführte Wanderungen mit ausgebildeten Rangern an.


Rund um die Lange Lacke
3. Naturpark Karwendel

Das Karwendelgebirge schließt direkt im Norden an Tirols Landeshauptstadt Innsbruck an. Hier ist alles möglich: Von der kurzen Familienwanderung rund um den Stadtteil Hungerburg bis zur mehrtägigen Durchquerung dieses wilden Bergzuges mit Aufenthalten in einigen der über 50 bewirtschaften Hütten und Almen des Naturparks.
Ein ganz besonderes Erlebnis ist es, den Naturpark Karwendel im Rahmen von Nature Watch zu erleben. Professionelle Naturpark-Ranger führen auf einsamen Routen durch das imposante Gebiet und machen die Natur in spezieller Form erlebbar. Durch den bewussten Einsatz von Präzisionsferngläsern sind besonders intensive Beobachtungserlebnisse möglich und Adler, Gams, Steinbock & Co können hautnah beobachtet werden. Wer die Alpentierwelt in geballter Form erleben möchte, besucht den Alpenzoo Innsbruck am Fuße des Karwendels.


Über den Alpenzoo zur Hungerburg


Vom Großen Ahornboden zur Binsalm
4. Nationalpark Hohe Tauern
Als größtes, nahezu unberührtes Naturrefugium Mitteleuropas bieten die Hohen Tauern zahlreiche Wander-, Themen- und Erlebnispfade, die Besucher näher an die Tier- und Pflanzenwelt bringen. In den Niederungen könnte man das Glück haben, auf den streng geschützten Fischotter zu treffen. Weiter oben hat man die Chance auf die Begegnung mit einem Apollofalter – ein auffälliger Alpenschmetterling – oder erspäht ein Murmeltier, eine Gams oder einen Steinbock. Noch weiter oben kreisen Mehlschwalbe, Steinadler und wiederangesiedelte Bartgeier.
Auf der Osttiroler Seite des Nationalparks bietet seit Kurzem ein eigens aufgestellter Wildtierbeobachtungsturm beeindruckende Perspektiven auf den größten zusammenhängenden Zirbenwald der Ostalpen. Man erreicht die Aussichtsplattform im Rahmen einer kurzen Wanderung vom Parkplatz Oberhaus im hinteren Defereggental. Das vor Ort angebrachte Spektiv erlaubt einzigartige Blicke auf die Osttiroler Wildtier- und Vogelwelt. Nationalpark-Ranger geben auf geführten Exkursionen tiefere Einblicke in die Wald- und Bergwildnis.


Speikbodenhütte über Zupsalseehütte zum Wetterkreuz

Über alte Pfade durch die Hohen Tauern
5. Naturschutzgebiet Rheindelta
Zwischen Schilf und Naturbadeplätzen, zwischen frischen Wiesen und dem hellen Wasser von Rhein und Bodensee erstreckt sich das Naturschutzgebiet Rheindelta ganz im Westen Österreichs. Zu raren Blütenpflanzen, Farnen und sogar einer fleischfressenden Wasserpflanze, der Wasserhade, gesellt sich hier das Who-is-Who der Vogelwelt – von A wie Adlerbussard bis Z wie Zwergschwan. Fast 400 Arten sind es insgesamt. Grund genug, das Fernglas zu zücken!

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